Konjunktur: Bessere Prognose der Regierung
Für 2009 erwartet die Regierung in ihrer neuen Konjunkturprognose ein kleineres Minus: 4,5 statt 6%.
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| Laut "Bild"-Zeitung will die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose früher als bislang geplant vorlegen. Die Zahlen sollen als Grundlage für die am Wochenende anstehenden Koalitionsrunden genutzt werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf Kreise der Koalitionsverhandlungen.
Als sicher gelte, dass die Prognose deutlich besser ausfalle als im Frühjahr 2009 angenommen. In der Regierung wird dem Bericht zufolge mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukt (BIP) um rund 4,5% gerechnet. Bisher geht Berlin noch von einem Minus von 6% aus.
Wachstum im 3. Quartal
Genährt wird die bessere Einschätzung der Regierung vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Die deutsche Wirtschaft sei im 3. Quartal deutlich gewachsen, sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier der "Bild"-Zeitung. "Wir halten ein Plus von bis zu 1% zum Vorquartal für möglich". Treier nannte als Hauptgrund den anziehenden Export.
Steuereinnahmen sinken
Doch die Steuereinnahmen brechen weiter ein. Dem "Handelsblatt" zufolge sanken sie im September um 7,4% gegenüber dem Vorjahr. Vor allem gewinnabhängige Steuern der Unternehmen seien zurückgegangen, heißt es in dem Bericht weiter. Im 3. Quartal hätten die Konzerne nur noch knapp 600 Mio Euro Körperschaftssteuer gezahlt. Die Einnahmen seien vor einem Jahr noch siebenmal so hoch gewesen. |
geld-online vom 13.10.2009 |