Razzia bei Postchef Zumwinkel
Am Donnerstagmorgen wurde das Privathaus und das Büro des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, von der Polizei durchsucht. Gegen den Topmanger soll nach Informationen des ZDF ein Haftbefehl wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung vorliegen.
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| Wie das ZDF berichtete, liege bereits ein Haftbefehl wegen des Verdachs auf Steuerhinterziehung vor. Die Staatsanwaltschaft Bochum prüfe, ob Zumwinkel einen zweistelligen Millionenbetrag am Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust habe. Dem Bericht zufolge, begannen die Ermittler zeitgleich am Donnerstagmorgen mit ihren Razzien in der Zentrale des Konzerns in Bonn und in der Villa Zumwinkels im Kölner Stadtteil Marienburg.
Wie es heißt, sei die Operation seit Wochen unter strengster Geheimhaltung geplant worden. Von der Staatsanwaltschaft Bochum wurden "Ermittlungen in einem reinen Steuerstrafverfahren" bestätigt. Weitere Erklärungen werden im Laufe des Vormittags erwartet. Ein Postsprecher wollte zu den Berichten keine Stellung nehmen.
Millionen am Fiskus vorbei
"Spiegel online" berichtet, Zumwinkel werde vorgeworfen, seit zwei Jahrzehnten mit Hilfe einer Stiftung im Fürstentum Liechtenstein Steuern hinterzogen zu haben. Zuletzt habe das Vermögen Der Stiftung mehr als 10 Mio Euro betragen.
Zudem soll Zumwinkel überlegt haben, sein Vermögen nach Asien oder auf die Cayman-Insel zu verlagern. Dies gehe aus umfangreichen Aufzeichnungen eines Liechtensteiner Geldinstitut hervor.
Den Berichten zufolge wird seit Sommer vergangenen Jahres wegen Steuerhinterziehung gegen einen Familienangehörigen Zumwinkels wegen Steuerhinterziehung ermittelt. |
geld-online vom 14.02.2008 |