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VW-Affäre: Piech sagt als Zeuge aus
Heute wird im VW-Korruptionsprozess die Aussage von Ferdinand Piech erwartet. Der frühere Konzernchef und heutige Aufsichtsratsvorsitzende wird befragt, ob er von Lustreisen und missbräuchlichen Sonderzahlungen gewusst hat. Piech bestreitet das.
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| Beim Prozess um die VW-Affäre gegen Ex-Betriebsratchef Klaus Volkert und den früheren Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer wird heute Ferdinand Piech im Zeugenstand vor dem Landgericht Braunschweig erwartet. Inhaltlich dürfte nicht viel Neues zu erwarten sein. Dennoch wird die Aussage des ehemaligen Firmenchefs mit Spannung erwartet.
Im Prozess geht es um die brisante Frage: Was wusste Piech von illegalen Zuwendungen an Betriebsräte sowie Bordellbesuchen und Lustreisen auf Firmenkosten?
Für viele ist auch 2,5 Jahre nach Bekanntwerden des Skandals die Rolle des unbestrittenen VW-Lenkers noch nicht geklärt.
Gewaltiger Medienrummel
Den 70-Jährigen dürfte ein gewaltiger Medienrummel erwarten, wenn der begleitet von seinem Rechtsbeistand, dem Prominentenanwalt Matthias Prinz, im Zeugenstuhl Platz nimmt. Die Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt, welche Erwartungen sie an Piechs Zeugenaussage hat. Ein Behördensprecher sagte lediglich: "Wir erwarten, dass er erscheint und Fragen beantwortet".
Sonderkonto "1860"
Ex-Personalvorstand Peter Hartz, der in der Affäre inzwischen wegen Untreue zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilte wurde, stützte die Aussage Piechs, nichts von missbräuchlichen Sonderzahlungen an Volkert gewusst zu haben. Vor Gericht hatte Hartz die volle Verantwortung übernommen.
Nach Aussagen eines unbekannten Informanten könnte Piech doch von Unregelmäßigkeiten bei VW gewusst haben, so die Staatsanwalt Ende November. Der Informant habe gesagt, der ehemalige VW-Finanzvorstand Bruno Adelt könnte Piech auf die ominöse Kostenstelle "1860" angesprochen haben. Gebauer hatte über dieses Konto unter anderem Bordellbesuche auf Firmenkosten abgerechnet. Allerdings wies Adelt mittlerweile bei seiner Vernehmung vor dem Landgericht die Vorwürfe gegen Piech zurück. |
geld-online vom 09.01.2008 |
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