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Wirtschaft schrumpft im 2. Quartal
Im Frühjahr ist die deutsche Wirtschaftsleistung laut einem Zeitungsbericht stärker gesunken als befürchtet.
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| Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres um 1% zurück. Die meisten Experten sind bislang von einem Minus in Höhe von etwa 0,5% ausgegangen. Die endgültige Zahl wird kommende Woche veröffentlicht.
Ein Rückgang um 1,0% würde demgegenüber einen Ausfall von noch einmal 12 Mrd. Euro bedeuten, schreibt die Zeitung weiter. Wenn die Wirtschaft auch im laufenden 3. Quartal schrumpfen sollte, wäre Deutschland – zumindest nach technischer Definition – binnen kürzester Zeit vom Aufschwung in die Rezession gerutscht.
Im 1. Quartal rasante Zunahme
Zum Teil sei das deutliche Minus im 2. Quartal auch eine Reaktion auf das unerwartet kräftige Wachstum zu Jahresbeginn, schreibt die Zeitung weiter. Das BIP hatte im 1. Quartal rasant um 1,5% zugelegt. Grund dafür war unter anderem der milde Winter, der die Bauinvestitionen angekurbelt hatte.
Dadurch waren laut Experten die grundlegenden weltwirtschaftlichen Probleme wie die anhaltende Finanzkrise, die Wirtschaftsflaute in den USA sowie die kräftig gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel verschleiert worden.
Konjunkturaussichten könnten sich deutlich stärker eintrüben
Die Bundesregierung befürchtet, dass sich angesichts der Entwicklung im 2. Quartal die Konjunkturaussichten deutlich stärker eintrüben könnten als bislang angenommen. Dem Bericht zufolge verlautete aus Regierungskreisen, dass die offizielle Wachstumsprognose für 2009 von 1,2% kaum zu halten sei. |
geld-online vom 05.08.2008 |
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