| Wirtschaft Konjunktur, Arbeit |
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Mehr Jobs trotz Wirtschaftsflaute?
Offenbar hat der Konjunktureinbruch geringere Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt als gedacht.
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| Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, rechnet für das kommende Jahr auch im Falle eines Abschwungs mit weniger Arbeitslosen. Die Dynamik am Arbeitsmarkt lasse zwar nach, doch rechne man für 2009 trotzdem mit leicht besseren Zahlen als in diesem Jahr, so der BA-Chef gegenüber der "Financial Times Deutschland (FTD)".
Risiko: Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung
Weise hält eine Senkung des Beitragssatzes von derzeit 3,3 auf 3,0% für "rechnerisch möglich", sieht diese jedoch "vor dem Hintergrund der Warnsignale aus der Wirtschaft mit Risiken verbunden".
Der BA-Chef zeigte sich von dem leichten Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes im 2. Quartal 2008 unbeeindruckt. Die Zahlen würden zwar genau beobachtet werden, seien für den Arbeitsmarkt aber im Moment nicht entscheidend, sagte er der "FTD".
Wichtig für den Arbeitsmarkt sei unter anderem, dass aus demographischen Gründen ohnehin weniger Arbeitskräfte auf den Markt seien. Die Firmen hätten zudem im letzten Abschwung reichlich rationalisiert, der Spielraum für Personalabbau sei kleiner geworden.
Arbeitsmarktlage weiterhin günstig
Trotz der aktuellen Konjunkturschwäche geht auch das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) davon aus, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter günstig entwickeln wird. Die Konjunktur werde Anfang kommenden Jahres wieder etwas anziehen, sagte Udo Ludwig vom IWH im Gespräch mit der "Berliner Zeitung". Demnach erwartet das IWH, dass die Zahl der Arbeitslosen im nächsten Jahr um 100.000 auf 3,14 Mio im Jahresdurchschnitt sinken wird. Die Zahl der Beschäftigten solle sich dagegen noch einmal leicht auf fast 40,3 Mio erhöhen. |
geld-online vom 15.08.2008 |
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