Firmen mit "sozialem Gewissen" bevorzugt
Einer Umfrage zufolge können sich Unternehmen in Deutschland durch soziales Engagement Wettbewerbsvorteile sichern. 48% der Befragten hielten es für "sehr wichtig", dass Firmen sich für sozial Schwächere einsetzen.
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| Das teilte das Nürnberger Marktforschungsinstitut Puls mit. Rund drei Viertel der Befragten hätten sich bei der Studie bereiterklärt, für "Sozialverantwortliche Produkte" mehr Geld auszugeben. 48% hielten es für "sehr wichtig", dass Firmen sich für sozial Schwächere einsetzen. 69% forderten den Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen.
Fairness gegenüber den Mitarbeitern sahen 64% als wichtig an, 55% zählten die Schonung der Umwelt zu den zentralen Unternehmensaufgaben.
"Moralbarometer": Thema Armut gewinnt an Bedeutung
Für das sogenannte "Moralbarometer" hatte das Institut im März mehr als 1.000 Menschen telefonisch befragt. "Das Thema Armut gewinnt in der öffentlichen Debatte eine zunehmende Bedeutung", erklärte Puls-Chef Konrad Weßner. "Insbesondere in Ostdeutschland lässt sich damit im Wettbewerb punkten".
Veränderungen bei der Einstellung
Die Forscher stellten bei der 4. Auflage des "Moralbarometer" auch Veränderungen bei der Einstellung der Deutschen fest. So hätten im Juli 2006 mit 84% noch deutlich mehr Befragte von den Firmen einen Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen erwartet. "Ma sieht, dass die Angst um den Arbeitsplatz in den letzten 2 Jahren doch deutlich zurückgegangen ist", so Weßner. |
geld-online vom 29.04.2008 |