PC, Kommunikation

Geschützt vor Datenklau

Persönliche Daten werden oft abgefragt. Viele der privatesten Daten befinden sich in der Regel auf dem eigenen Computer. Schützen Sie sich davor, dass diese sensiblen Daten missbraucht werden.

Im Online-Shop, bei Gewinnspielen oder am Telefon werden häufig private Daten abgefragt. Viele dieser sensiblen Daten befinden sich auf dem eigenen Computer. Vertrauliche Daten sollten vor allem auf Computern und Laufwerken geschützt werden, die nicht nur von Ihnen genutzt werden.

Verschlüsselungs- und Anti-Viren-Programme
Um die Daten vor fremden Zugriff zu schützen, sind Verschlüsselungsprogramm hilfreich. Einige, wie etwa das Tool TrueCrypt, können sogar kostenlos im Internet heruntergeladen werden. Tool TrueCrypt legt auf dem Datenträger ein zusätzliches virtuelles Laufwerk an, das mit einem Passwort geschützt wird. Das Laufwerk lässt sich ohne dieses Passwort nicht lesen.

In einer vernetzten Welt müssen sensible Daten besonders gut gesichert werden. Deshalb ist eine Anti-Viren-Software Pflicht. Mit Anti-Viren- und Anti-Spy-Programmen wird der Computer vor Angriffen von außen geschützt. Die Sicherheitsupdates müssen jedoch stets aktuell gehalten werden.

E-Mails vor unerwünschten Mitlesern schützen
Mit Verschlüsselungsprogrammen wie Pretty Good Privacy (PGP oder GNU Privacy Guard (GnuPG) können Sie Ihren elektronischen Briefverkehr vor unerwünschten Mitlesern schützen. Das Programm erzeugt virtuelle Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel (Public Key) wird an den Korrespondenzpartner geschickt. Allerdings können solch verschlüsselte Mails nur erkannt und dechiffriert werden, wenn sowohl Sie als auch Ihr Briefpartner jeweils den öffentlichen Schlüssel des anderen besitzen.

Vorsicht beim Öffnen unbekannter Dateianhänge. Denn schädliche Programme werden oft über solche Dokumente verbreitet.

Das private Funknetz
Immer mehr Menschen verfügen über WLAN – ein privates drahtloses Funknetz. Dem User macht es WLAN einfach, immer und überall an seine Daten zu kommen – allerdings nicht nur ihm. Wenn Daten per Funk übertragen werden, besteht ein Sicherheitsrisiko. Denn Kriminelle können aus ungeschützten Netzwerken persönliche Daten wie Passwörter und Login-Daten abziehen. Außerdem kann ein ungeschützter Internetzugang von sogenannten "WLAN-Piraten" genutzt werden.

Vor Kriminellen und "WLAN-Piraten" kann man sich einfach schützen, indem im Konfigurationsmenü des WLAN-Routers das Standard-Passwort geändert wird und schließlich die Möglichkeit einer Fernkonfiguration der WLAN-Einstellungen deaktiviert werden. Für das private Netzwerk werden diese Funktion kaum benötigt. Ein potenzielles Einfallstor für Datenhacker wird aber geschlossen. Für Voice over IP (VoIP) gilt die selbe Vorgehensweise.

Firewall und Passwörter
Ein sicheres Passwort, dass regelmäßig geändert wird, ist ebenfalls ein guter Schutz. Für geübte Hacker stellen gängige Worter und Zahlenkombinationen keine großen Schwierigkeiten dar. Das gewählte Passwort sollte mindestens 8 Zeichen haben, aus Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen bestehen.

Eine Firewall schützt ebenfalls vor ungeladenen Gästen. Häufig ist auf dem Betriebssystem bereits eine vorhanden. Bei richtiger Konfiguration schützt sie vor Angriffen aus dem Internet und verhindert zudem bei einer Infektion des PCs mit einem Computerschädling, dass ausspionierte Daten an einen Angreifer übersendet werden können.

geld-online vom 19.08.2008

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