Rund um die Börse

DAX wartet auf Geschäftszahlen

Zuletzt sind die Zweifel am Wachstum der Wirtschaft unter den Anlegern wiedergekehrt. Nun startet die Berichtssaison. Anleger und Märkte warten auf die Geschäftszahlen aus den USA.

Rentenmärkte

Der deutsche Rentenmarkt zeigt sich zu Beginn der neuen Handelswoche nur wenig verändert. Der richtungsweisende Bund-Future gibt um 1 Basispunkt auf 122,66% nach. Dagegen steigt der Bobl-Future um 1 Basispunkt auf 115,98%. Nach den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zeigen sich die Anleger zurückhaltend. Eine Seitwärtsbewegung sei daher die wahrscheinlichste Variante, heißt es.

Am Freitag wurde der US-Anleihemarkt zunächst durch die schwachen Arbeitsmarktdaten beflügelt. Im späten Geschäft kam es dann jedoch zu Abgaben. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende.

Wohin geht der DAX?

Nach den jüngsten Rückschlägen erwarten Anleger und Märkte die Geschäftszahlen zum 3. Quartal aus den USA. Hierzulande muss man sich noch etwas gedulden. Denn in Deutschland startet die Berichtssaison erst in der letzten Oktoberwoche. Nur BMW und Daimler legen in dieser Woche Absatzzahlen vor.

Am Montag ist der DAX leichter in die neue Handelswoche gestartet. In den ersten Handelsminuten sinkt das deutsche Börsenbarometer um 0,3% auf 5.450 Zähler. Der MDAX für mittelgroße Werte verliert 0,1% auf 6.988 Punkte. Dagegen legt der TecDAX im frühen Handel um 0,4% auf 723 Zähler zu.

Im Wochenverlauf steht der Beginn der US-Berichtssaison an. Dieser dürfte nach Einschätzung von Analysten für Unsicherheit sorgen. Zum Wochenstart würden Impulse fehlen. Anleger verhalten sich abwartend. Außerdem gilt der Oktober als schlechter Börsenmonat, so dass einige mit teilweise deutlichen Verlusten an den Aktienmärkten rechnen.

Japan

Die Aktienmärkte in Asien wurden von den überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten nach unten gedrückt. An der Tokioter Börse ging der Nikkei-Index mit einem Minus von 0,6% bei 9.674 Punkten aus dem Handel – der tiefste Stand seit 11 Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,8% tiefer bei 867 Punkten.

Die Sorge über die Stärke des Yen drückt auf die Stimmung. Exportwerte gerieten erneut unter Druck. Außerdem dämpften die schwachen US-Arbeitsmarktdaten den Konjunkturoptimismus.

Wall Street & Co.

Anleger bereiten sich auf die US-Berichtssaison für das 3. Quartal vor. Nach der Sommerrally warten Investoren auf Belege dafür, dass die Erholung wirklich in Gang kommt. Zum Auftakt erhoffen sich Anleger vom Aluminiumkonzern Alcoa eine Verbesserung der Konzernumsätze. Dies würde als wichtiger Indikator für die Ausgaben von Verbrauchern und Wirtschaft gelten. Alcoa gibt am Mittwoch nach Börsenschluss wie üblich den Startschuss.

Am Freitag büßte der Dow-Jones-Index 0,2% auf 9.488 Zähler ein. Der marktbreitere S&P-500-Index schloss 0,5% tiefer bei 1.025 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 0,5% auf 2.048 Punkte.

Gegenwind gab es von der Konjunkturseite. Die Arbeitsmarktdaten fielen enttäuschend aus. Im September war die Arbeitslosenquote mit 9,8% so hoch wie seit dem Jahr 1983 nicht mehr. Auch der Stellenabbau beschleunigte sich.

Aktientipps von Experten

VW-Stammaktie legt zu
Nach der Übernahme durch Volkswagen will die zukünftige Tochter Porsche auch kleinere und kostengünstigere Modelle anbieten. Es sei ein neues preiswerteres Einstiegsmodell unterhalb des Boxters sowie ein kompakter Geländewagen denkbar, heißt es. Durch die Zusammenarbeit mit VW dürften die Fertigungskosten günstiger werden. Die VW-Stammaktie setzt sich am Montagmorgen nach oben ab.

BMW und Daimler: keine engere Zusammenarbeit
Einem Bericht der "Automobilwoche" zufolge, sind BMW und Daimler mit ihren Plänen für eine engere Zusammenarbeit gescheitert. Ein gemeinsames Unternehmen zur Herstellung von Automatikgetrieben unter Beteiligung des Zulieferers ZF Friedrichshafen käme nicht zustande. Beide Autotitel zählen am Montag zu den schwächeren DAX-Werten.

geld-online vom 05.10.2009

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